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| KURIER_26 August 2000 Wohin mit Nazi-Fresken? Kärnten: "Kunst" wird restauriert, aber Museum dafür fehlt. Bis 15. September werden die umstrittenen NS-Fresken im Klagenfurter Landhaus abgetragen sein. "Wir können den Termin halten", sagt der Grazer Restaurator Hubert Schwarz. Der bekannte Kärntner Künstler Switbert Lobisser (19781943) hatte 1938 als Auftragswerk des NS-Regimes den Anschluß verherrlichende Fresken mit zahlreichen Hakenkreuzen geschaffen (und dafür 10.000 Reichsmark erhalten). 1970 wurden diese Fresken vom Kärntner Restaurator Werner Campidell übertüncht. Vor einigen Monaten regte Landeshauptmann Jörg Haider an, die Fresken aus dem Plenarsaal zu entfernen. Den Auftrag dazu erhielt die Grazer Firma Schwarz. Inzwischen sind die Fresken zur Gänze freigelegt. Nächste Woche wird mit dem Abtragen begonnen. Anschließend erfolgt die Restaurierung. Es handelt sich um sechs knapp neun Quadratmeter große Tafeln. "Die Siebente wurde 1970 bei der Errichtung der Zuschauergalerie in Unkenntnis zerstört", sagte der Leiter des Landesarchivs, Alfred Ogris, im KURIER-Gespräch. Diese Tafel setzte sich mit dem Ständestaat auseninander. Was mit den Fresken in Zukunft geschehen soll, ist noch offen. "Wir wollen sie spätestens in zwei Jahren in einem zeitgeschichtlichen Museum zeigen", sagte Landtagspräsident Jörg Freunschlag. Das Problem dabei: In Kärnten gibt es ein solches Museum noch nicht. Rudolf Cijan BU: Bis 15. September werden die umstrittenen Fresken im Kärntner Landhaus abgetragen sein. | |